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Event

Susann Hoffmann – Im Interview über den FFF Day

12. Sep 2018 von Hannah
Susann Hoffmann von FFF Day im Portrait

Susann Hoffmann & Nora-Vanessa Wohlert – die Female Force hinter Edition F

Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert sind die Gründerinnen des Online Magazins Edition F. Es geht um Female Empowerment und darum, eine Plattform für Frauen zu schaffen, die mehr wollen. Ihre loyale und stetig wachsende Gemeinschaft geben ihnen Recht. So entstand daraus schließlich die Female Future Force. Und der daraus resultierende Female Future Force Day (FFF Day). Mehr zum FFF Day und unseren Eindrücken könnt ihr hier nachlesen.

Mit der Female Future Force haben Susann Hoffmann und Nora Wohlert eine Bewegung ins Leben gerufen. Hier geht es um Inspiration und darum, wie man über sich hinauswachst. Auch das Netzwerken war ein wichtiger Bestandteil des Events.  Die Mitgliedschaft ermöglicht Zugriff auf Coachings und eine Gemeinschaft mit der man sich beruflich und privat vernetzen kann. Eine tolle Möglichkeit nicht nur neues zu erlernen, sondern auch neue Leute mit gleicher Motivation kennenzulernen.

Der FFF Day – Volle Ladung Frauenpower

Am 25. August war es dann so weit, die Female Future Force hatte ein reales temporäres „Zuhause“ gefunden. Wir waren stark beeindruckt von der Organisation des Events im Funkhaus Berlin. Susann Hoffmann und Nora Wohlert haben sich etwas riesiges gewagt. Es erfordert großen Mut, Durchhaltevermögen und vor allem einen starken Willen so eine Veranstaltung für 3.500 Besucher zu organisieren. Optimierungsmöglichkeiten gibt es immer und Kritik sollte man auch äußern dürfen. Leider waren die Talks und Masterclasses viel zu schnell ausgebucht. So konnten wir und auch andere an vielen interessanten Talks nicht teilnehmen. Deswegen wollten wir doch genauer wissen, ob Susann und Nora überhaupt zufrieden sind. Und was sie selbst erwartet haben und ob es beabsichtigt war, dass die Männer in der Minderheit waren.

Anmerkung

Wir ziehen unseren Hut für diese Leistung rund um den FFF Day und sagen danke! Danke für die Umsetzung und den Mut so einen wichtigen ersten Schritt zu setzen. Vielen Dank auch speziell an Susann Hoffmann, die sich die Zeit für dieses Interview über den FFF Day genommen hat.

Mittlerweile haben sich viele Anglizismen in unseren alltäglichen Sprachgebrauch so integriert, dass es für einige Ausdrücke keine passende deutsche Übersetzung mehr gibt. Ich finde die deutsche Sprache wirklich toll. Deswegen versuche ich stark darauf zu achten, sie auch angemessen mit manchmal auch unübersetzbaren Worten zu gebrauchen. Das Interview ist im Original eingefügt. Einige englische Worte haben sich hinein geschummelt und wurden verdeutscht. Ich habe diese in Klammern übersetzt, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Leuchtende Wand mit der Aufschrift Female Future Force zum FFF Day

© Jule Mueller

Susann, welche Erwartungen bzw. Ziele hattet ihr für den FEMALE FUTURE FORCE Day? Wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis?

Unser Ziel für den FEMALE FUTURE FORCE DAY (FFF Day) war es, den Spirit der FEMALE FUTURE FORCE (FFF) für unsere Community (Gemeinschaft) erlebbar zu machen. Mit unserem Online-Magazin und -Coaching supporten (unterstützen) wir Frauen tagtäglich. Wir schreiben für und über sie. Wir tauschen uns mit ihnen über relevante Themen aus und bieten ihnen eine digitale Basis für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Nun haben wir ihnen mit dem FFF DAY eine reale Bühne geboten: eine Plattform des Austausches, der Inspiration und der Gemeinschaft. Wir haben es geschafft, mit über 3.500 Besucher*innen über Themen wie Karriere, Entrepreneurship (Unternehmertum), Familie und Personal Growth (über sich hinaus wachsen) zu sprechen.

Für uns ist das eine tolle Bilanz. Vielleicht sind wir nicht in allen Bereichen unseren eigenen Ansprüchen zu 100 % gerecht geworden, aber insgesamt sind wir sehr stolz auf unser Team, unsere tollen Speaker*innen (Redner*innen) und die vielen Besucher*innen, die alle dazu beigetragen haben, den ersten FFF DAY zu einem unvergesslichen Tag für uns alle zu machen.

Susann Hoffmann und Vanessa Wohlert auf der Buehne des FFF Day

© Kerstin Musl

Eure Community ist wahnsinnig groß und motiviert. Habt ihr manchmal Angst, die Erwartungen dieser auch anspruchsvollen Community nicht erfüllen zu können?

Mit dem Magazin erreichen wir jeden Monat 600.000 User*innen und über 10.000 davon sind aktiver Teil der FFF, unserer Coaching- und Netzwerk-Plattform. Viele davon haben sich vernetzt und in über 45 Städten und Regionen Community-Gruppen gebildet, eine davon ist sogar in New York. So unterschiedlich die verschiedenen Member (Mitglieder) in vielerlei Hinsicht auch sein mögen – eine Sache eint sie: Alle wollen ihre Zukunft und ihr Glück beruflich und persönlich in die Hand nehmen und diesen Weg nicht alleine, sondern mit dem Support (der Unterstützung) von Coaches und der Community gehen. Natürlich können die Wünsche unserer Community herausfordernd sein. Doch an dem dadurch entstehenden Austausch und Anspruch wachsen wir als Team Tag für Tag.

Woher schöpft ihr eure unermesslich große Motivation?

Unsere Motivation schöpfen wir aus unserem Zusammenhalt und der Zugehörigkeit zu einer großen Community wirklich sehr toller Menschen, die für sich und die Welt etwas bewegen wollen. Dennoch muss man auch ehrlich zugeben: Kritik ist nicht nur Treiber, um zu wachsen, sondern trifft einen natürlich auch manchmal sehr persönlich – insbesondere, wenn man gemeinsam mit dem Team viel Arbeit, Zeit und vor allem Liebe und Leidenschaft investiert hat.

Wie groß war der Stress für euer Team vor dem FFF Day? Wie lange dauert die Organisation und was war besonders schwer während dieser Zeit? 

Nora und ich haben 2014 EDITION F gegründet. Als Startup sind wir schnell gewachsen, doch unser mittlerweile 30-köpfiges Team ist für die Planung eines so großen Events immer noch verhältnismäßig klein. Gemeinsam haben wir knapp ein Jahr lang den FFF DAY geplant und vieles war dabei eine große Herausforderung. Wenn man ein so großes Event zum ersten Mal macht, macht man eben auch viele Dinge zum ersten Mal: Programmplanung, Technik, Logistik, Essen, Barrierefreiheit etc. Bis zuletzt wussten wir nicht, ob sich das Event finanziell trägt und ob am Ende eine schwarze Null steht. Einen Tag vor dem Event haben wir dann aber mit der Unterstützung unserer Community den Break-Even erreicht. Knappe Kiste, sozusagen. Aber am Ende stolze und glückliche Gesichter auf unserer Seite.

Was war die unerwartetste Panne, die während des Events passiert ist, und wie seid ihr damit umgegangen?

Die größte Überraschung – so würde ich es nennen wollen – war, dass unsere Community im Vergleich zu so vielen anderen Konferenzen, auf denen ich vorher war, als Gast oder Speakerin (Redner*innen), wirklich bis zum Schluss mega interessiert war an dem Programm. Dass jeder Programmpunkt so viel Zuspruch bekommt, hätten wir nicht gedacht – deshalb war vor allem der logistische Teil, alle Besucher*innen unterzubringen und ohne Stau durch den Tag zu bringen die größte Herausforderung. Aber: Soweit lief auch dabei alles gut. Kleine Pannen sind aber überall normal.

FFF Day Zitat If you don't risk anything, you risk even more

© Richard Pflaume

Warum genau ist es wichtig an einem solchen Event teilzunehmen? Was soll in mir passieren und was sollte ich am besten daraus lernen?

Das Event war ein Angebot an all diejenigen, die Austausch und Inspiration suchen, um die eigene Lebensführung und Entwicklung zu reflektieren und selbst weiter zu wachsen, und wir haben versucht ein Programm zu entwickeln, das neue Horizonte eröffnet und allen Besucher*innen neuen Input (hier: Informationszufuhr) gibt, durch den sie über sich selbst hinauswachsen können. Deswegen bot der Tag Inhalte aus den Bereichen Impact ((Aus)-Wirkung), Personal Growth (persönliches Wachstum), Karriere, Entrepreneurship, Kreativität und Familie mit über 100 starken Speaker*innen (Redner*innen).

Habt ihr Networking-Tipps für Menschen, die in dieser Hinsicht eher introvertiert sind?

Heutzutage gibt es wahnsinnig viele Möglichkeiten Networking auch als eher introvertierter Mensch zu betreiben. Beispielsweise bietet unsere FFF-Community die Möglichkeit, Kontakte zu vielen inspirierenden Menschen online zu knüpfen. Durch das Internet können Verbindungen zu anderen entstehen, ehe man sich traut in den direkten und persönlichen Kontakt zu treten. Es braucht manchmal aber auch viel Mut neue Dinge zu machen und auf Leute zuzugehen. Aber wenn der Anfang gemacht ist, merkt man schnell, wie positiv sich dieser Austausch auf die eigene Persönlichkeit und Entwicklung auswirkt.

Ein Talk beim FFF Day

© Jule Mueller

Beim FFF DAY geht es natürlich um Frauen und Empowerment. Das Publikum wie auch die Redner waren überwiegend weiblich. Ist das gewollt?

 Auf anderen Konferenzen stehen hauptsächlich männliche Speaker (Redner) auf der Bühne. Das wollten wir ändern. Zum einen wollten wir beim DAY Frauen eine Bühne bieten. Frauen, die über Know-how (das Wissen wie) in ganz unterschiedlichen Bereichen verfügen und die Großes leisten – in der Gesellschaft, für ihre oder unsere Community. Zum anderen wollten wir mit dem Tag einen Raum schaffen, in dem Frauen sich vernetzen, sich miteinander austauschen und sich gegenseitig inspirieren können.

Sollten Männer nicht ebenfalls mehr einbezogen werden, um Gleichberechtigung zu schaffen? Vielleicht besteht bei den Männern auch sehr viel Aufklärungsbedarf?

Unsere FFF-Community besteht aus über 10.000 Menschen, von denen die meisten Frauen sind. Aber Männer wie natürlich auch Menschen anderen Geschlechts sind bei uns herzlich willkommen und können Teil unserer Community werden. Ohnehin müssen Männer in Sachen Gleichberechtigung mit einbezogen werden. Sie müssen sich aber auch von sich aus aktiv mit einbringen und dazu bereit sein wollen, eigene Positionen und Privilegien zu hinterfragen. Gleichberechtigung ist eine Thematik, die die gesamte Bevölkerung betrifft und etwas angeht. Deswegen schließen wir Männer bei der Diskussion um Gleichberechtigung nicht aus. Wir beziehen sie mit ein und haben bei dem DAY beispielsweise auch gerne mit dem Politiker Thomas Sattelberger darüber diskutiert, warum es bei den DAX-30-Unternehmen noch immer keinen weiblichen CEO gibt. 

Wenn sich stets nur Frauen zusammentun, ist das nicht diskriminierend den Männern gegenüber? Und macht dies Schere zwischen Mann und Frau eventuell noch weiter auseinander?

Wir diskriminieren Männer nicht, im Gegenteil: Wir freuen uns sogar, wenn sie Teil der FEMALE FUTURE FORCE werden. Unsere Online-Inhalte sind für jeden Menschen geeignet. Zu unseren Offline-Events dürfen Männer auch sehr gerne kommen. Auch wenn es für manche vielleicht ungewöhnlich ist, dass wir viele weibliche Expertinnen als Coaches und Speaker*innen (Redner*innen) mit dabei haben. Meine Nachricht an alle Männer lautet daher: Traut euch neue und auch mal weibliche Perspektiven einzunehmen!

Susann Hoffmann und Vanessa Wohlert auf der Buehne des FFF Day

© Kerstin Musl

© 2018 Overview Magazine

2 Antworten zu “Susann Hoffmann – Im Interview über den FFF Day”

  1. Tanja sagt:

    JA schade dass du sie nicht auf die Wurstkörbe angesprochen hast – dein Rückblick über den FFF day klang nämlich ganz anders als dieses Interview jetzt.

    • Hannah Lueg Hannah Lueg sagt:

      Hallo Tanja,
      erst einmal danke für deinen Kommentar. Der Rückblick über den FFF Day und das Interview wurden von zwei unterschiedlichen Redakteurinnen verfasst. Das erlaubt uns, Themen von unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und mit euch zuteilen. Daher unterscheiden sich die beiden Beiträge in Art und Form ganz natürlich. (Die Namen stehen bei jedem Beitrag daneben).
      Der Rückblick ist eine subjektive Reflektion des Events, die wir mit euch teilen möchten. Im Interview hingegen ging es primär um die Intention und die Erwartungen des Events aus der Sicht der Initiatoren Susann und Nora. Leider hatten die beiden (verständlicher Weise) nach dem Event sehr wenig Zeit für das Interview, sodass wir uns auf diese substanziellen Fragen beschränkt haben. Wir hoffen jedoch noch einmal etwas mehr Zeit mit den beiden für ein umfangreicheres Interview zubekommen. Und dort wird’s dann auch noch mal kurz ‚um die Wurst‘ gehen. 😉

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