Motivations-Tsunami: Brauchen wir einen Female Future Force Day?
Im Strudel der Motivation, zwischen inspirierenden Rednern und einer Menge Würstchen, haben wir den Female Future Force Day für euch unter die Lupe genommen.
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Die Berlinale steht für Sichtbarkeit. Für große Bilder, Premieren, Aufmerksamkeit. Doch während auf den Leinwänden Geschichten erzählt werden, wird im Hintergrund verhandelt, über Arbeitsbedingungen, Honorare, soziale Absicherung oder KI.
Der BFFS feierte sein beliebtes Networking Format im Rahmen des Jubiläumsjahres „20 Jahre Schauspielgewerkschaft“. Nicht mit Pathos, sondern mit einer klaren Erinnerung daran, was hinter künstlerischer Freiheit steht: juristische Detailarbeit, tarifliche Auseinandersetzungen, politische Gespräche. Allein im vergangenen Jahr waren die Jurist:innen des BFFS rund 80-mal in Tarifverhandlungen im Einsatz. Eine Zahl, die an diesem Abend mehr Gewicht hatte als jede Jubiläumsfloskel.
Schauspiel ist öffentlich sichtbar, wirtschaftlich jedoch oft fragil. Projektverträge, schwankende Honorare, Anschlussunsicherheiten. Wer vor der Kamera steht, verhandelt meist individuell.
Der BFFS, 2006 gegründet und heute mit über 4.300 Mitgliedern die größte nationale Schauspielorganisation Deutschlands, bündelt diese Individualität zu einer kollektiven Stimme. Er setzt sich für bessere tarifliche Bedingungen, sozialrechtliche Absicherung und kulturpolitische Mitsprache ein. Das klingt technisch, ist aber existenziell. Denn hinter jedem Film stehen nicht nur Kreativität und Inszenierung, sondern Vertragsrecht und Kalkulation.

Einen der prägendsten Momente des Abends setzte Schauspielerin Leslie Malton. In ihrer Rede sprach sie über Verantwortung innerhalb der Branche – über Solidarität zwischen Generationen und über die Bedeutung von Würde im künstlerischen Beruf.
Künstlerische Freiheit, so der Tenor, ist kein Selbstläufer. Sie braucht Rückhalt. Sie braucht Strukturen. Und sie braucht eine Gemeinschaft, die sich nicht ausschließlich über individuelle Durchsetzungskraft definiert. Es war kein lauter Appell, sondern ein ruhiger, klarer Gedanke: Sichtbarkeit ist nicht gleich Sicherheit.









„BFFS BACKSTAGE“ hat sich in den vergangenen Jahren als fester Termin im Berlinale-Kalender etabliert. Der Abend im DRIVE. wirkte weniger wie ein klassischer Empfang, mehr wie eine Standortbestimmung. Gesprochen wurde über Produktionsbedingungen, über neue Marktmechanismen durch Streaming-Plattformen, über KI und Transparenz. Über die Frage, wie viel kollektive Organisation eine Branche braucht, die sich über Individualität definiert. Verbandsarbeit bleibt oft unsichtbar, bis sie fehlt.

Dass die Veranstaltung im DRIVE. Volkswagen Group Forum stattfand, war mehr als eine Ortswahl. Das DRIVE setzte als Hauptpartner ein Zeichen für die Kultur. Das Forum versteht sich als Plattform für kulturellen und gesellschaftlichen Dialog mit Ausstellungen, Talks und Diskussionsformaten im Zentrum Berlins. Inmitten der Ausstellung „ICONIC – A Timeless Journey of Culture, Society and Mobility“ wurde deutlich: Kultur entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist eingebettet in gesellschaftliche Entwicklungen, wirtschaftliche Bedingungen und strukturelle Fragen.
Die bestehenden ICONIC Exponate wurden kürzlich mit neuen emotionalisierenden Exponaten rund um das Thema Reisen ergänzt. Der Camper-Van Irene, die Geschichte des Autoradios ergänzt mit passenden Roadtrip-Soundmodulen oder eine Original Pan-Am Uniform gepaart mit authentischen Reisegeschichten erzählen von Sehnsucht, Freiheit und Identität. Reisen ist mehr als Fortbewegung, sondern emotionaler Ausdruck individueller Mobilität. Und so war es kein Wunder, dass viele Schauspieler:inneren in Anbetracht der Exponate über ihre Reiseerlebnisse als Kind sinnierten und folgende Frage häufig gestellt wurde: „Und wohin fährst du in Urlaub“?
Aktuelle Veranstaltungen und Diskursformate sind über die Website des DRIVE. einsehbar.
Bilder: Copyright: Sascha Radke/Eventpress
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Snacks sind immer eine tolle Sache, egal ob daheim, unterwegs oder bei anderer Gelegenheit. Umso besser, wenn der Markt leckere Snacks hergibt, die auch noch - in Maßen, versteht sich - gesund sind wie die Clif BAR Energieriegel. Wir verraten euch, was ihr über den Riegel wissen solltet und was das Ziel des eintägigen Pop-up-Stores war.