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Interviews

Auf die richtigen Netzwerkstrategien kommt es an! Tanja Bülter im letzten Teil unserer dreiteiligen Interviewreihe

von Jen

Coaching, TwoTell und Fashion in Berlin

Endlich ist es soweit: Der dritte Teil unserer Interviewreihe mit Allrounderin Tanja Bülter ist online. Heute erfahrt ihr, warum Tanja eine Coaching-Ausbildung gemacht hat, wie es mit Annabelle Mandeng zum gemeinsamen Blog TwoTell kam, worauf es beim Netzwerken ankommt und welche Designer Tanjas Herz in nullkommanichts erobert haben. Falls ihr die ersten beiden Teile verpasst habt, kommt ihr hier zum ersten und hier zum zweiten Teil unserer Interviewreihe. 

Overview: Tanja, du bist auch Mediencoach. Wie kamst du darauf diesen Weg einzuschlagen?

Tanja Bülter: Ja, das ist ein weiteres Standbein von mir. Ich habe 2013 eine Ausbildung abgeschlossen als Coach. Das war in meiner zweiten Babypause und mir wird ja relativ schnell langweilig. Dann habe ich meine Tochter einfach immer mitgenommen zu den Lehrgängen und sie dort auch gestillt. Ich habe also meine Ausbildung gemacht und als meine Kleine ein Jahr alt war, musste ich dann noch eine Woche einen Kompakt-Lehrgang für den Abschluss machen. Und so bekam ich den Abschluss als NLP Coach. 

Das Programm, das ich entwickelt habe, richtet sich an Menschen, die sich für öffentliche Auftritte fit machen wollen. Das kann sowohl die Schauspielerin sein, die eine Laudatio hält oder sich nicht wohlfühlt, wenn sie irgendwo auf der Bühne steht. Aber in erster Linie sind das Führungskräfte und Leute, wie Vertriebschefs, die vor großen Gruppen und in großen Sälen sprechen müssen. Ich führe solche Coachings oft mit meiner Coaching-Partnerin, die ich schon lange kenne. Wir haben gerade bei der Firma Salesforce gecoacht, die für Cloud-Lösungen sehr bekannt ist. Davor hatten wir bei Siemens einen sehr großen Auftrag gehabt. Es ist eine bunte Vielfalt und macht viel Spaß.

Overview: Du hast einen gemeinsamen Blog mit Annabelle Mandeng, wie kam es dazu?

Tanja Bülter: Wir wollten schon immer mal was zusammen machen, weil wir seit 20 Jahren befreundet sind. Wir haben uns beim Fernsehen in meinem Volontariat kennengelernt. Sie war Wetterfee bei RTL Nord und ich habe damals als Volontärin meine Station bei RTL Nord gehabt. Dann haben wir uns mal mehr, mal weniger durchs Leben begleitet und uns nie aus den Augen verloren. Und obwohl wir Konkurrentinnen sind, sind wir beide nicht stutenbissig und arbeiten mit Ellbogen, was viele in der Branche machen. Genau das schätzen wir an uns beiden. 

Wir haben schon geahnt, dass wir gut zusammenarbeiten können und das hat sich jetzt bewahrheitet. Und natürlich hätten wir gern zusammen eine Sendung moderiert, aber so einfach ist das leider nicht. Ob das jemals passiert? Es wäre ein großer Wunsch von uns. Aber wir wollten nicht warten und haben eine Sache in die Tat umgewandelt, unseren Blog TwoTell. Wir haben viele Lifestylethemen auf dem Blog, ich habe mich ein bisschen auf Beauty konzentriert und Annabelle ist unsere Sportskanone und Food-Expertin.

Portrait der Moderatorin Tanja Bülter. Tanja kennt die richtigen Netzwerkstrategien

Overview: Du bist ein Netzwerkprofi – was ist das A und O beim Netzwerken?

Tanja Bülter: Keine Vorurteile haben! Wir leben in Berlin, in einer sehr diversen Stadt. Meine Tochter beispielsweise ist in einem deutsch-spanischen Kindergarten, da sind viele Familien aus Südamerika, Mittelamerika, aus Spanien. Mein Sohn ist auf einer internationalen Schule, aber auf einer staatlichen Schule, d.h. wir schaffen schon per se ein internationales Netzwerk, das ganz divers aufgestellt ist. Es ist wichtig, dass du deine Kinder so erziehst, dass keine Vorurteile in die Welt geschickt werden, egal welche Hautfarbe, egal welche Religion. Sie sollen da selbst rangehen und sich ein eigenes Bild schaffen. 

Overview: Du hast ja schon etliche Fashion Weeks miterlebt. Wie empfindest du die ganzen Veränderungen der Fashion Week und wo ist sie mittlerweile angekommen, deiner Meinung nach?

Tanja Bülter: Die Fashion Week hatte anfangs einen riesen Hype. Als sie startete, gab es 10 Shows, dann waren wir nach ein paar Jahren bei 50 Shows. Da ist was Tolles gewachsen. Wir hatten große Firmen wie Boss und Escada. Das ist mit der Zeit leider alles geschrumpft. Die großen deutschen Firmen sind ins Ausland und zeigen lieber in New York, Paris, Mailand und London. Das war ein bisschen der Untergang der Berliner Fashion Week und zusätzlich werden irgendwelche Trash Promis in die ersten Reihen gesetzt und kein fashioninteressiertes Publikum. Dann wurde ein Cut gemacht und versucht die Fashion Week neu aufzubauen. Ich glaube, den alten Spirit, den es um 2010 gab, den kriegen wir nicht mehr zurück. Aber was jetzt versucht wird mit der neuen Location, mit dem E-Werk eine feste Location zu haben, ist schon mal ein guter Neuanfang. Jetzt weiß man, die Fashion Week ist im E-Werk zu Hause, viele Designer sind wieder an Bord. Ich glaube, generell sind wir auf einem guten Weg.

Overview: Welcher deutsche Designer hat dein Herz von Stunde Null erobert?

Tanja Bülter: Ich mag die kreativen Entwürfe von Marcel Ostertag. Er ist übrigens auch einer der fleißigsten Designer in Deutschland. Er hat auf jeder Fashion Week in Deutschland gezeigt, was kein anderer geschafft hat. Auch Michael Michalksy hatganz extravagante Roben, die ich gern mal zu einem Event anziehe. Und dann gibt es die Mainstream-Mode, die aber gar nicht zu unterschätzen ist, wie Riani oder auch Marc Cain, die ganz tolle Entwürfe machen, die ich teilweise Jahre später noch immer gerne trage, weil es eine gute Qualität hat und weil es einfach schöne Entwürfe sind. Das ist es ja auch, was wir heute wollen. Dass wir nicht in einer Wegwerfgesellschaft leben und das T-Shirt nächste Saison im Mülleimer landet, sondern lieber das Geld investieren für einen schönen Rock, für ein tolles Shirt, dass du ein paar Saisons trägst, aber was dir auch nicht zu viel wird und gut kombinierbar ist. 

Overview: Deine top drei Beauty-Produkte:

Tanja Bülter:

  1. Der Sonnenschutz von Dr. E. Voss. Ich gehe nie ohne Sonnenschutz aus dem Haus und das ist der hautverträglichste und beste Sonnenschutz den ich kenne. 
  2. Die Ampullenvon Ojesh. Ich liebe die Seren, weil sie eine sanfte Textur haben, schnell in die Haut einziehen und viel Feuchtigkeit spenden. 
  3. Die Bodylotion von Babor. Herrlich leicht und zieht toll ein. Und riecht auch total gut. 

© 2019 Overview Magazine

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