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Beauty

Ab zur Prophylaxe!
Warum Zähneputzen so wichtig ist

von Jen
Wir haben uns von einer Prophylaxe-Assistentin bei ready to smile beraten lassen in Punkto Mundhygiene und wissen nun warum es so wichtig ist zur Prophylaxe zu gehen.

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Die Angst vorm Zahnarzt mit der richtigen Mundhygiene überwinden 

Der Weg zum Zahnarzt ist für viele Kinder und Erwachsene leider kein erfreulicher Weg. Der Geruch, das Bohren, die Vorstellung einer Behandlung, all diese Assoziationen lösen bei so manchem einen Schauer aus. Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen, denn vor nicht allzu langer Zeit hatte ich genau mit diesem Gang zum Zahnarzt zu kämpfen. In den Akten vermerkt als Angstpatientin musste ich mich jedes Mal überwinden Termine wahrzunehmen und nicht kurzfristig abzusagen. Es reicht eine negative Erfahrung, die bleibende Schäden hinterlassen kann. 

Und wie kann man nun am besten dafür sorgen beim Zahnarzt ohne Kariesbehandlung rauszukommen? Mit der richtigen Mundhygiene! Und genau aus diesem Grund haben wir ein Interview mit einer zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin bei ready to smile vereinbart. Zahnmedizinische Prophylaxe-Assistenten führen prophylaktische und ästhetische Behandlungen durch. Dazu gehören das Bleaching, die Kariesdiagnostik oder auch parodontale Behandlungen. Freut euch auf ein spannendes Interview mit einer exklusiven Anleitung für eine gesunde Mundhygiene. 

das Schild von ready to smile. wir haben uns dort in Sachen Mundhygiene beraten lassen.

Zähneputzen ist nicht schwer!

Overview: Was sind die wichtigsten Faktoren für eine gesunde Mundhygiene?

Ready to smile: Bei der Zahnpflege spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Was man natürlich damit bezwecken möchte, ist, dass die natürliche Zahnhygiene erhalten bleibt und sich kein Karies bildet. Ein großes Thema bei der richtigen Mundhygiene ist zum Beispiel der Faktor Zeit. Aber auch unsere Nahrung, die eigentliche Pflege, und die vererbten Gegebenheiten spielen eine wichtige Rolle. Meine Aufgabe als zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin ist es, diese ganzen Faktoren zu bewerten und anhand dieser präventiv zu handeln. Allerdings kann ich gleich sagen, dass die größte Arbeit die Aufklärung ist. Viele wissen nicht, wie eine richtige Mundhygiene stattfinden sollte. Hier ist es wichtig den Patienten zuzuhören und einen geeigneten Kompromiss individuell zu erarbeiten. Jeder sollte natürlich immer in der Lage sein, unsere Empfehlungen zuhause durchzuführen. Sonst bringt die beste Aufklärung auch nichts. 

Overview: Gibt es von Natur aus „schwache“ und „starke“ Zähne durch Vererbung?

Ready to smile: Natürlich. Die Veranlagung kann entscheiden, ob ein Mensch einen weniger oder stärker mineralisierten Zahnschmelz bekommt. Deswegen sollte man wirklich auch alle Faktoren in Betracht ziehen. Falls ein Kariesbefall auf einen weniger mineralisierten Zahnschmelz zurückzuführen ist, muss dieser natürlich diagnostiziert und sein Ursprung erörtert werden. Schon im Mutterleib führt eine ungesunde Ernährung, das Rauchen, der Konsum von Alkohol und die Einnahme von Medikamenten seitens der Mutter, zum schwachen Knochenaufbau des Ungeborenen.

Overview: Ein wichtiger Faktor ist unsere Nahrung. Wie kann Nahrung meine Zähne negativ beeinträchtigen?   

Ready to smile: Ich versuche bei Kindern, wie auch bei Erwachsenen, von einigen Essensgewohnheiten dringend abzuraten. Beispielsweise rate ich von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln am Abend ab, z.B Süßwaren, Getreide, Kartoffeln, Reis, Obst und Gemüse. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen mit den Bausteinen Galaktose, Fruktose und Glukose. Zucker und stärkehaltige Speisen (Kohlenhydrate) regen die, auf der Plaque vorhandenen Bakterienaktivität an. Es kommt zur Produktion von Säuren, die den Zahnschmelz angreift und weich werden lässt. Eine Grundlage zur Kariesentstehung ist somit erfolgt.

Overview: Wenn ich meine Zähne nach dem Essen putze, trotz Zucker oder Kohlenhydraten, müsste ich doch wieder geschützt sein?

Ready to smile: Die Zersetzung der Nahrungsmittel passiert nicht abrupt beim Essen oder sofort danach. Die Säurebildung braucht einige Zeit. Man spricht von 2 bis 3 Stunden. Ich werde oft gefragt, ob es gut sei, sich die Zähne gleich und nach jeder Mahlzeit zu putzen. Hier sollte man sich die Frage stellen, was passiert eigentlich genau beim Zähneputzen? Natürlich muss man auch in Betracht ziehen, wie oft man sich am Tag ernährt. Viele nehmen zu den Hauptmahlzeiten noch Zwischenmahlzeiten zu sich. Wenn wir nun jedes Mal unsere Zähne putzen, haben wir einen Abrieb des Zahnschmelzes durch das Zähneputzen. Aber andererseits haben wir sofort die Essensreste entfernt.

Ich bin der Meinung, eine optimale Mundhygiene ist erreicht, wenn die Zähne morgens und abends gereinigt werden. Für zwischendurch empfehle ich, dass zusätzliche Mundhygienehilfsmittel hinzugezogen werden z.B. Zahnseide, Mundspüllösung oder auch zuckerfreie Kaugummis. Das Kauen von Kaugummis regt die Speichelbildung an und somit wird die Neutralisation von Säuren unterstützt.  

Overview: Welche Nahrungsmittel haben bei einer gesunden Mundhygiene nichts zu suchen?

Ready to smile: Ich rate jedem dazu Cola von seinem Nahrungsplan generell zu streichen. Vor allem bei Kindern, die noch keine ausgereiften Zähne haben, schädigt Cola der Zahnhartsubstanz. Bei den Nahrungsmitteln würde ich Lutscher, Schokolade und karamellhaltige Süßigkeiten vermeiden. Auch ist es sehr wichtig kein ungewaschenes Obst zu essen. Gekauftes Obst in den Läden ist mit einem Schutzmantel bedeckt, damit es länger hält und dieses ist auch ungesund für unsere Zähne. Abgesehen davon, dass sich dort zusätzlich Bakterien anlagern. 

Unsere Mundhygiene Beratung bei ready to smile.

Overview: Wie sollten wir uns nun die Zähne putzen? Gibt es ein bestimmtes Zahnputz-Ritual?

Ready to smile:

  1. Zeit nehmen! Viele Patienten haben nicht die Zeit, um richtig und bedacht eine komplette Mundhygiene durchzuführen. Jeder sollte probieren 3 Minuten seine Zähne zu putzen. Falls das nicht gelingt, sollte man sich wenigstens 2-3 Mal in der Woche bewusst Zeit nehmen. 
  2. Es ist egal, ob man eine elektrische oder eine manuelle Zahnbürste benutzt. Wichtig ist, dass bei beiden Mundhygienehilfsmitteln die Aufklärung der Handhabung durch den Zahnarzt oder eine qualifizierte Kraft erfolgt.
  3. Man sollte den Zustand des Mundes, der Zähne und des Zahnfleisches hinzuziehen. Bei Patienten mit Zahnfleischbluten könnte man eine Kombination aus beiden Zahnbürsten empfehlen. 
  4. Die Zahnputztechnik beachten. Jeden Zahn abputzen und auch die hinteren Flächen nicht vergessen. (Bei elektrischen Zahnbürsten ist eine gute Bürstenführung zu beachten, die Zahnbürste darf nicht zu stark auf die Zähne gedrückt werden.)
  5. Eine geeignete Zahnpasta wählen. Viele möchten heutzutage ihre Zähne mit einer Zahnpasta zusätzlich aufhellen. Hier muss man allerdings vorsichtig sein, denn viele grobkernige Zahnpasten sind in der Lage, den Zahnschmelz zu schädigen. Ab und zu kann man eine aufhellende Zahnpasta benutzen, aber für den täglichen Gebrauch sollte eine normale –  für den Zahnschmelz- schonende und fluoridhaltige Zahnpasta hinzugezogen werden. 
  6. Bitte an Zahnseide denken und sie benutzen. Hier gibt es viele bequeme Alternativen. 
  7. Regelmäßigen Check-up beim Zahnarzt. Ein Prophylaxebehandlung ist wirklich wahnsinnig wichtig. Wir möchten für den Patienten ersichtlich machen, dass eine Prophylaxebehandlung weit mehr ist, als eine professionelle Zahnreinigung. Bei einer Prophylaxebehandlung sprechen wir über den Mundhygienezustand, wir beraten ausführlich. Wir untersuchen alle Zähne, die Schleimhäute, führen eine Kariesdiagnostik durch, überprüfen die Kaufunktion und die Funktion des Zahnhalteapparates, sprechen über evtl. vorhandenen Defizite bei der Zahnputztechnik, bei der Handhabung der Zahnseide und weitere Hilfsmittel. Wir informieren fundiert über die Kariesentstehung und über Faktoren, die die Karies begünstigen.
Wir haben uns von einer Prophylaxe-Assistentin bei ready to smile beraten lassen in Punkto Mundhygiene und wissen nun warum es so wichtig ist zur Prophylaxe zu gehen.

Good to know…

  • Entzündete Weisheitszähne können Rheuma, Multiple Sklerose und Diabetes hervorrufen.
  • Unbehandelte Zahnerkrankungen können Allergien, Entzündungen und Ohren- sowie Augenprobleme hervorrufen.
  • Eine nicht gewissenhafte Vorgehensweise beim Zähneputzen erhöht nachweislich das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall.
  • Durch entzündete Zahnwurzeln können Bakteriengifte in sämtliche Organe und Blutgefäße gelangen und Herz-Kreislauf-Störungen hervorrufen, die zu Herzerkrankungen führen können, wie eine Herzklappenentzündung. 
  • Psychische Belastungen, Stress und depressive Erkrankungen fördern die Bildung einer Parodontitis.
  • Kopfschmerzen, Verspannungen und Rückenprobleme können durch Kieferfehlstellungen hervorgerufen werden.

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