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People

Michaela Aue – Kreativität und Achtsamkeit

04. Apr 2018 von Laura

Leben mit mehr Achtsamkeit

Werbung (unbezahlt)

Michaela Aue unterrichtet Yoga in Berlin und arbeitet freiberuflich als Kommunikationsberaterin. In den letzten 10 Jahren sammelte sie umfangreiche Berufserfahrungen in den Bereichen Markenkommunikation, PR und Eventmanagement bei Unternehmen wie der Bread & Butter Fashion Trade-Show, K-MB Agentur für Markenkommunikation oder Design Hotels. 2014 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und fing an freiberuflich Marken und Unternehmen zu Themen rund um Gesundheit, Wellness und Lifestyle zu beraten. Yoga ist dabei schon immer Teil ihres Lebens und ihrer Praxis gewesen.

2013 absolvierte Michaela ihre Yoga Alliance zertifizierte Ausbildung zur Yogalehrerin und zwei Jahre später eröffnete sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Sophie Weise ein temporäres Yoga Studio in Berlin – Your Space – ein Studio für einen achtsamen Lebensstil mit Kursen und Workshops zu Yoga, Meditation, Atemarbeit, Körperbewusstsein, Ritualen und Zeremonien.

Ich selbst durfte Michaela auf einem Yoga Event von den goalgirls in Berlin kennenlernen und muss als eigentlicher „Yogamuffel“ zugeben, dass sie es tatsächlich geschafft hat mich für Yoga zu begeistern. An dieser Stelle: ein ganz großes Dankeschön! Im Interview verrät sie uns alles über ihren Schritt in die Selbständigkeit, die Verbindung von Körper und Geist und ganz wichtig – ihren ultimativen Anti-Stress Tipp. Michaela hat nämlich, für alle die sie noch nicht kennenlernen durften, eine unglaublich positive, sympathische Ausstrahlung und eine ruhige, gelassene Art, die sich im Nu auf einen selbst überträgt.

 

Hattest Du schon immer den Wunsch freiberuflich zu arbeiten?

Ehrlicherweise war ich am Anfang meiner beruflichen Karriere sehr froh in einer Festanstellung zu sein und eine gewisse Sicherheit zu haben und auch Menschen um mich herum, von denen ich etwas lernen kann! Mit der Zeit bin ich dann mit dem Kopf immer wieder gegen die gleiche Wand gelaufen (im übertragenen Sinne) und habe gemerkt, dass mir zu viele feste Strukturen nicht gut tun und dass ich die Sicherheit die mir ein fester Job gibt, lieber gegen meine persönliche Freiheit und Weiterentwicklung eintauschen möchte.

Hattest Du Angst vor diesem Schritt?

Ja! Frag mal meinen besten Freund, der musste das erste Jahr ganz schön was mitmachen. Von Steuern und Steuererklärung, bis hin zu wo bekomme ich eigentlich meine Kunden her oder aber auch was mache ich eigentlich mit meiner freien Zeit und muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, dass alle anderen im Büro sitzen und so tun als ob sie arbeiten würden, während ich ins Gym oder Museum gehe? Das war schon alles ganz schön aufregend, aber auch toll zum lernen. Und ich hab immer viel Glück gehabt, mit den Jobs die ich machen durfte.

Was hat sich für Dich dadurch geändert? 

Eigentlich alles. Ich musste lernen für mich und meinen Job die Verantwortung zu übernehmen. Es gibt niemanden mehr hinter dem ich mich verstecken kann, ich muss schauen das alle glücklich und zufrieden sind und das ich mich dabei selber nicht vergesse. Grenzen setzen und den Faktor Zeit neu verstehen waren dabei die aufregendsten Punkte. Aber dafür, habe ich jetzt auch die Freiheit mir meinen ganz frei zu strukturieren, ich bin an keinen Ort gebunden, kann arbeiten wann und von wo ich möchte, was für mich und meine Inspiration wichtig ist. Ich funktioniere über Bewegung, schon immer, und auch im Beruf ständig in Bewegung zu sein, macht es mir einfacher für mich und meine Kunden da zu sein.  

Erinnerst Du Dich noch an Deine erste Yogastunde?

Meine erste Yogastunde hatte ich mit 18, bei Roland von Raum für Yoga auf der Chauseestraße in Berlin. Es war Liebe auf den ersten Blick. Damals gab es auch noch gar kein Yoga mit Musik und schnellen Bewegungen. Roland hat ganz ‚normales‘ Hatha Yoga unterrichtet, von einer Position zur nächsten, Atmen, Entspannen, das wars. Ich wusste ich bin zu Hause angekommen.

Du hast eine unglaublich positive, sympathische und ruhige, gelassene Ausstrahlung – bist Du jemals gestresst?

Haha, frag mal meine Freunde! Klar gibt es Momente in denen ich gestresst bin, sonst wäre ich ja ein Übermensch ; ) Über die Zeit habe ich aber bestimmte Tools und Verhaltensweisen gelernt, die mir helfen besser mit Stress oder dem Gefühl von Überforderung umzugehen.  Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören, der mir immer ganz genau sagt, wo der Stress eigentlich sitzt und wie der sich gerade anfühlt. Das ist natürlich ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen und man muss ein bisschen Mut haben, sich selber besser kennenzulernen.

Wenn ja, was stresst Dich persönlich am meisten?

Meistens stresse ich mich selber ; ) das können Erwartungshaltungen sein, die ich an mich selber habe (und die oft völlig unnötig sind), dass kann aber auch gerne mal emotionaler Stress sein, wie z.B. bei kleinen Unstimmigkeiten mit Freunden oder der Familie und von der Zeit lasse ich mich manchmal stressen. Geduld ist definitiv noch ein Thema ; ) auch wenn es schon viel besser geworden ist.

 Wie wirkst du Stress entgegen? Hast Du einen ultimativen Anti-Stress Tipp?

Auch wenn das jetzt nach Klischee klingt: Bewegung und Meditation! Ich löse alles über Bewegung und das ist mittlerweile nicht nur Yoga sondern auch Movement basiertes Training, was ich von einem ganz wunderbaren Freund von mir lerne. Über die Bewegung komme ich aus meinem Kopf zurück in meinen Körper und damit ins Hier und Jetzt. Eigentlich ganz einfach ; ) und natürlich Meditation. Ich liebe Kundalini Yoga und dort geht es viel um Meditation. Zur Zeit stehe ich gerade jeden morgen gegen 6:00 Uhr auf und mache die Kirtan Kriya eine bewegte Mediation aus dem Kundalini. Normalerweise macht man diese Mediationen für 40 Tage ohne Pause!, mittlerweile bin ich bei Tag 28 und denke jetzt schon das ich von 40 auf 90 Tagen weitermachen werde.

 Ultimativer Tipp:

3 Tiefe Atemzüge, Hand aufs Herz, Augen zu, Einatmen, Ausatmen. Und wenn 3 nicht reichen dann mach 5 oder 10 raus. Atmung bringt dich zurück in den Körper und raus aus deinem Kopf, du kannst es überall machen, brauchst kein Gym oder andere Kleidung. So simpel und so effektiv. Und spazieren gehen! Voila!

Kann man „Entspannung“ lernen?

JA! Auf jeden Fall, dass hat ganz viel mit zulassen und loslassen zu tun. Sich selber den Raum und die Zeit geben und vor allem die Erlaubnis sich entspannen zu dürfen. Und genau das ist meist das Schwierige. Viele Menschen erlauben sich oft nicht, sich Zeit für sich selber zu nehmen, weil sie denken, es sei egoistisch und sie müssten immer für andere da sein. Dabei können wir nur für andere da sein, wenn wir selber entspannt und bei uns sind! Erlauben ist der erste Schritt! Und ausprobieren, denn nicht für jeden funktioniert die gleiche Art der Entspannung. Für manch einen ist spazieren gehen, die total Erfüllung, der andere geht lieber zum Schwimmen oder Yoga und kann dort abschalten und auch das ändert sich im Laufe unseres Lebens. Man muss einfach offen dafür bleiben und zu hören, was der Körper und Geist brauchen. Der Rest kommt dann fast von allein.

 Wie wichtig ist es im Leben, dass Körper und Geist miteinander harmonieren?

In meiner Welt ist das essentiell. Der Kopf wird immer versuchen dich auszutricksen, das ist einfach seine Aufgabe. Also müssen wir auf unseren Körper achtgeben und lernen zu unterscheiden, wann wir wirklich auf den Kopf hören und wann auf das Gefühl bzw. unserer Intuition. Wie bei so vielen Sachen um Leben geht es auch bei Körper und Geist, um die Balance. Und mit der Balance ist das so eine Sache mal hat man sie und mal nicht, mal überwiegt der Körper und mal der Geist. Aber so lange wir wissen oder immer wieder ausprobieren die beiden in Einklang zu bringen

Glaubst Du, dass der Mensch mehr von Gefühlen oder mehr von Gedanken gesteuert wird?

In der heutigen Zeit lassen sich Menschen viel zu sehr von den Gedanken steuern. (Oh weh ich klinge schon wie eine alte Lady…) Gerade wir Frauen haben immer das Gefühl funktionieren zu müssen und all diesen Dingen gerecht zu werden, die die Gesellschaft von uns erwartet: Liebhaberin und Ehefrau, Mutter, Karrierefrau, gute Freundin und dabei sollen wir dann auch noch top gestylt und super fit sein. Klar können wir Multitasking, aber ob das wirklich die Lösung ist, ist die Frage. Wie soll man also bei all diesem Druck und Auflagen noch auf sein Gefühl hören. Es gehört schon viel dazu, sich davon zu lösen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Und ich finde es super schön zu sehen, dass immer mehr Frauen sich gegenseitig dabei unterstützen und kleine Communities bilden, in denen es genau um das geht.

Was machst für Dich eine starke Frau aus?

Egal ob Mann oder Frau ich liebe Menschen die ein selbstbestimmtes Leben führen, die wissen was sie wollen und was ihre Aufgabe im Leben ist und dabei natürlich freundlich und emphatisch sind.

Was wolltest Du schon immer mal tun, hast es Dich aber noch nicht getraut?

Ein Buch schreiben, irgendwas zwischen Selbstliebe, Selfcare, achtsam und mit Leichtigkeit leben. Ich glaube wir sind alle so oft in Erwartungshaltungen vom Außen gefangen und bei all dem was uns mit Social Media und ständiger Erreichbarkeit auferlegt wurde, wird es immer schwieriger die richtige Balance zu finden zwischen ‚Wo fange ich an und wo höre ich auf‘ und wer sind eigentlich die anderen. Ich hoffe einfach das je mehr man den Menschen verständlich macht, dass es gut ist sich um sich selber zu kümmern, um so mehr sinkt es vielleicht ein und um so mehr wird es anerkannt sein, das Selfcare nichts mit Egoismus zu tun hat, sondern ein ganz normaler ‚Zustand‘ ist.

Deine Definition von Liebe:

Zwei Menschen, die sich bewusst füreinander entscheiden und bereit sind miteinander und voneinander zu lernen. Körperliche Anziehungskraft und das es mit dem Küssen klappt ist dafür natürlich die Grundvoraussetzung. 

Schreiben oder Lesen:

Beides.

Welches Lied hörst Du grade, oder welches war das letzte:

Incomplete Kisses von Sampha  

Bist Du ein Kopf- oder Herzmensch?

Herzmensch! Immer.  

Worauf achtest Du bei einem Menschen als Erstes oder was fasziniert Dich?

Auf die Augen. You can see craziness in the eyes und das ist alles was ich über einen Menschen wissen muss.

 Interessiert Dich mehr, das was tatsächlich ist oder das was möglich wäre? 

Alles ist möglich, immer und in jedem Moment. Von daher finde ich es total schön im Hier und Jetzt zu sein und mich immer wieder neu überraschen zu lassen, was als nächstes passiert.

Get an overview with Michaela Aue

Wer bist Du?

Michaela

Was machst Du?

Ich unterrichte Yoga in Berlin und arbeite freiberuflich als Kommunikationsberaterin.

Was hast Du letzte Nacht gemacht?

Ich hab’ mir auf Netflix die neue Dokumentation über Osho „Wild Wild Country“ angeschaut und bin darüber eingeschlafen. Was nicht heißt, das die Doku nicht spannend war im Gegenteil, aber ohne meine 8 Stunden schlaf wird’s schwierig.

Was oder wer ist unter Deinem Bett?

Zwei Rosenquarze für mehr Liebe und Partnerschaft und ein Bergkristall für klare Gedanken und Träume.

Wie sieht Dein Masterplan aus?

Veränderung ist alles und passiert immer wieder, von daher ist mein Masterplan Go-With-The-Flow. Dinge die passieren sollen, passieren sowieso und alles andere ist eh nicht für mich bestimmt.

Dein Plan B?

Genauso wie Plan A ; ) Go-With-The-Flow!

Was ist Deine Achillesferse?

Schokolade! Damit bekommst du mich immer.

Was verleiht Dir Flügel?

Die Sonne, das Meer und meine liebsten Freunde.

Das schönste Kompliment, dass Du je bekommen hast?

Einen Heiratsantrag von meinem liebsten Freund Claudio (der natürlich auf Männer steht), daher war ich auch umso gerührter davon ; )

Deine Persönlichkeit in einem Drink?

Ha! – Wasser. Klar und immer im Fluss.

Ein Tisch – eine Flasche Wein: Wen lädst Du in die Runde ein & warum?

(3 Personen / alles ist möglich, fiktiv, tot oder lebendig)

Am liebsten würde ich mindestens 10 Leute einladen, an die ich so unglaublich viele Fragen habe. Aber hier mal meine Top 3:

Guru Singh – mein Kundalini Lehrer aus Los Angeles, ich liebe seine Stimme und er sagt einfach die schlausten Sachen.

Lacy Phillips – Lacy ist eine Manifestation Adviserin aus LA. Ihre Website heisst Free & Native, dort bringt sie uns bei wie man Dinge manifestieren oder in sein Leben bringen kann. Ich hab schone einige ihrer online Workshops gemacht und die wildesten Dinge sind passiert. Abgesehen davon ist Lacy eine unglaublich spannende Frau, von der ich einfach alles wissen möchte ; )

Taryn Toomey –  Gründerin von The Class in NYC, das krasseste Workout was ich je in meinem Leben gemacht habe und mein absolutes overall Role-Model. Ich glaube ich kennen niemanden der er es schafft uns mit so viel Leichtigkeit in die Verbindung von Körper und Geist zu bringen, dabei noch eine unglaubliche Ausstrahlung hat und eine Community, besonders für Frauen geschaffen hat, die auf wirklichem Zusammenhalt und gemeinsamen lernen beruht.

Dein erster Gedanke bei folgenden Wörtern:

Erfolg: Eine Frage der Definition

Urlaub: Immer und jederzeit!

Essen: Mein liebstes Selfcare-Programm

Sex: Besser als jede Droge, mit dem richtigen Mann natürlich!

Instagram: Always love and hate und jede Menge Inspiration ; )

Early bird oder Nachtigall?

Earlybird! Always have been always will be.

Wie wäre der Mensch, der das komplette Gegenteil von Dir ist?

Hui, wahrscheinlich jemand der nicht vom Leben lernen will. Denn dafür sind wir hier. Alles was uns oder um uns herum passiert, ist dafür da, dass wir etwas daraus lernen und eine Chance bekommen uns weiter zu entwickeln.

Wenn Du eine Stadt wärst , welche und warum?

Da ich mich ja oft schwer auf eine Sache festlegen kann, wäre ich sehr gerne eine Mischung aus Appolo Bay, der kleinste, schönste und entspannteste Strandort in Australien, an dem dich jeden morgen die Papageien wecken oder wahlweise das Rauschen der Wellen und die Sonne einfach gefühlt 365 Tage im Jahr scheint. Der perfekte Ort um morgens am Strand zu meditieren, Zeit für sich selber zu haben und abschalten zu können, ganze ohne Telefon, Computer oder andere Dinge von denen wir uns manchmal nur schwer verabschieden können. Und NYC, weil es einfach immer schon das Gefühl von zu Hause war, weil es immer schon eine der inspirierensten Städte für mich war, in der es immer wieder neue Dinge zu erleben gibt und ich immer wieder etwas neues lernen kann.

Dein persönliches Motto oder Dein persönlicher Motivationsspruch:

Um in den Worten von Charels Bukowski zu sprechen:

“My dear,
Find what you love and let it kill you.
Let it drain you of your all. Let it cling onto your back and weigh you down into eventual nothingness.
Let it kill you and let it devour your remains.
For all things will kill you, both slowly and fastly, but it’s much better to be killed by a lover.
~ Falsely yours”

© 2018 Overview Magazine

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