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Kultur

5 Büchertipps für eine große Portion Inspiration und Motivation

von Jen

Büchertipps einer Bibliothekarin 

Frau Holler ist Bibliothekarin in der Bleiche Spa & Resort im Spreewald. Vor nicht langer Zeit haben wir die sympathische Bibliothekarin zu einem sehr inspirierenden Interview getroffen und sie natürlich auch nach ihren Buchempfehlungen gefragt. Und damit ihr voller Motivation in den Frühling startet, stellen wir euch jetzt fünf besondere Werke vor. 

1. Buchtipp: Benedict Wells „Vom Ende der Einsamkeit“

Frau Holler: Benedict Wells ist ein sehr junger Autor, den ich durch sein Buch: „Vom Ende der Einsamkeit“ entdeckt habe. Es ist ein wunderbarer Familienroman, der von drei Kindern handelt, die ihre Eltern bei einem Autounfall verlieren und nun losgelöst voneinander in einem Internat aufwachsen. Im Vordergrund steht eine zauberhafte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die sich finden und leider wieder verlieren. Allerdings entlässt das Buch einen in einer gewärmten, zufriedenen und versöhnten Haltung. Das ganze Buch ist in einer wunderschönen Sprache geschrieben.

Hier kommt ihr zum Buch.

2. Buchtipp: Robert Seethaler „Der Trafikant“

Frau Holler: Dieses Buch unseres ehemaligen Literaturstipendiaten Robert Seethaler ist die Geschichte eines Jungen, der vom Ende der Welt, dem ländlichen Salzkammergut, in die große Stadt nach Wien reist. Seine Mutter beschließt, dass der Junge endlich was lernen soll und bittet einen alten Freund, den Trafikanten, sich um ihren Sohn zu kümmern. Der Bauernlümmel kommt somit in die Obhut des Trafikanten.

Einer der Stammkunden im Trafik ist Sigmund Freund.  Der junge Bauer verliebt sich in Wien unsterblich in ein schönes Mädchen und versucht Sigmund Freund immer wieder in Gespräche zu verwickeln. Er begreift sehr bald, dass Freud die Frauen auch nicht besser versteht als er.  

Die Geschichte spielt in den Jahren 1937/38. Im Hintergrund baut sich das Nazi-Unheil auf und man hofft bis zum Schluss, dass es an den Menschen, die einem in diesem Buch ans Herz gewachsen sind, vorbeigehen möge. Eine sehr schöne Geschichte vom Erwachsenwerden in schwierigen Zeiten. Und eine Geschichte von Mut und Courage.

Hier kommt ihr zum Buch.

3. Buchtipp: Christoph Poschenrieder „Mauersegler“

Frau Holler: Fünf Männer treffen sich im Herbst ihres Lebens wieder. Sie kannten sich bereits aus Kinderjahren und hatten früher zu sechst eine unzertrennliche Kinderfreundschaft. Einer der sechs Jungen verstarb bereits sehr jung, dieses Geschehen bleibt auch bis zum Ende ein Geheimnis. Die fünf anderen treffen sich allerdings nach einem erfolgreichen Berufsleben wieder und beschließen gemeinsam alt zu werden, frei von Bevormundung, weit weg vom Altersheim und von Ehefrauen. Und wenn es bei einem der Fünf so weit sein sollte, sollten die anderen ihm helfen auch den letzen Weg mit Anstand zu gehen. 

Es ist eine kleine, geheimnisvolle und spannende Geschichte, die mit Witz ein Schmunzeln auf unsere Münder zaubert.

Hier kommt ihr zum Buch.

4. Buchtipp: Florian Illies „1913 – was ich noch unbedingt erzählen wollte“

Frau Holler: Der zweite Band zu Florian Illies großem Erfolg 1913. Er erzählt die Geschichte des Jahres 1913. Des Jahres vor dem ersten Weltkrieg, der die gesamte Welt veränderte. In diesem Bilderbogen treten ganz unterschiedliche Personen aus Politik und Kultur, die das Jahr 1913 geprägt haben, auf. Beispiele sind Franz Kafka, Thomas Mann, Stalin, Lenin und Pablo Picasso, der verdächtigt wurde, die Mona Lisa im Louvre gestohlen zu haben. Im zweiten Band zu 1913 werden die Geschichten weitererzählt. Es ist ein wunderbares Buch zum klüger werden. Man kann das Buch spielend leicht unterbrechen und immer wieder weiterlesen, da es in kurze Episoden unterteilt ist, die uns wie ein Puzzle ein Bild des Jahres 1913 zeigen.

Hier kommt ihr zum Buch.

5. Buchtipp: Bernhard Schlink „Olga“

Frau Holler: Olga ist eine Frauenfigur, die mich umgehauen hat. Sie ist einfach toll. Viele kennen Bernhard Schlink durch den Vorleser. Im Buch Olga beschreibt er die Geschichte einer Frau, die die Wirren des 20. Jahrhunderts durchlebt. Die Geschichte beginnt mit ihrer Kindheit, die sehr schön und harmonisch ist. Als es dann so weit ist, verliebt sich die wunderbare Olga und darf diese Liebe durch Standesunterschiede nicht ausleben. Die Liebenden werden getrennt und Olga entwickelt sich zu einer sehr starken Frau. Das Buch besteht aus 3 Teilen. Die Liebesbriefe in diesem Buch gehören zu den schönsten, die ich je gelesen habe.

Hier kommt ihr zum Buch.

Freut euch auf weiter Lesetipps von Frau Holler! Hier kommt ihr übrigens zur Buchhandlung und Bibliothek der Bleiche Spa & Resort.

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