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Lifestyle

Eat the Frog – Warum es dich weiterbringt den Frosch zu fressen

von Faina
Kalender/Planer für Eat the Frog/Friss den Frosch Methode für bessere To-Do Listen und Zeitmanagement

Selbstoptimierung und ideales Zeitmanagement

Zu viele Aufgaben oder zu wenig Zeit? Der Leistungsdruck steigt, To-Do Listen werden länger und am Ende schreiben wir meist nachträglich alltägliche Erfolge wie den Müll rausbringen dazu, um wenigstens etwas geschafft zu haben – zumindest geht es mir so. Wer kennt denn nicht das befriedigende Gefühl nach dem Setzen eines kleinen Häkchens? Während wir auf der permanenten Suche nach neuen Methoden der Selbstverwirklichung und Selbstorganisation sind, vergessen wir die einfachsten und logischsten Regeln für ein besseres Zeitmanagement. Am Ende des Tages wundern wir uns dann warum wir schon wieder nicht das geschafft haben, was wir eigentlich so dringend erledigen mussten.

Schneller ist nicht gleich besser

Vor allem und mal wieder Schuld: Der schnelllebige Prozess Dank Digitalisierung und Co. Aber nur weil das Internet in Highspeed arbeitet, heißt das doch nicht, dass sich der Mensch an diese Geschwindigkeit anpassen muss? Überall dabei sein, ein intaktes Privatleben aus Familie, Freunden und Partner, dabei fünf Mal die Woche zum Sport und dennoch acht Stunden Schlaf kriegen? Das allein wirkt wie ein Vollzeitjob. Nehmen wir berufliche und andere To-Dos hinzu, wissen wir gar nicht, was wir zuerst erledigen sollen? Stress und Überforderung überwiegen dann meist den Zeitfaktor und lassen uns denken, dass der Tag zu kurz wäre.

Friss den Frosch in der richtigen Reihenfolge

Das Problem ist, dass Themen wie Zeitmanagement selten von klein auf beigebracht werden. Keine Frage, Zeitmanagement ist etwas, das erlernt werden muss. Kaum werden wir erwachsen, müssen wir an unserer Selbstoptimierung arbeiten und Ordnung ist das Chaos bringen: dem Leben. Was viele nicht wissen? Es gibt Wege und Methoden, die uns in unserer Planung unterstützen und die Motivation steigern. Eine davon ist die Eat the Frog Regel, zu deutsch Friss den Frosch. Die Regel ist relativ selbsterklärend, denn es geht darum das Unangenehme zuerst aus dem Weg zu schaffen. Quasi erst den großen, fetten Frosch und danach die leichten kleinen Fliegen drumherum.

Eat a live frog first thing in the morning and nothing worse will happen to you the rest of the day.”

Mark Twain

Bei der Friss den Frosch Regel geht es darum, seine Aufgaben zu priorisieren. Das kann man beispielsweise in vier Kategorien tun:

  1. Erledige was du musst, aber nicht möchtest.
  2. Erledige was du musst und möchtest.
  3. Erledige was du möchtest, aber nicht musst.
  4. Erledige was du nicht möchtest und nicht musst.

Eat the Frog als Anti-Prokrastination

Auf diesem Weg zu prokrastinieren wird schwierig und sind wir mal ehrlich: Wir drücken uns oft vor Aufgaben, weil wir schlichtweg keine Lust haben. Am Ende suchen wir nach Ausflüchten und reden uns mit einer Standardfloskel raus wie „Ich hatte keine Zeit“. Wenn wir Aufgaben anpacken, werden wir nicht nur produktiver, sondern nutzen somit auch unsere Zeit besser. Eine Win-Win-Situation, denn am Ende müssen wir so oder so die ungeliebten und ungewollten Aufgaben erledigen, ob wir wollen oder nicht. Der Frosch ist so gesehen die größte und schwierigste Aufgabe, die wir am Tag haben, der Endgegner. Aber der Frosch repräsentiert auch die kleinen nervigen Dinge, die wir so gern aufschieben bis wir sagen „Ach, mach ich morgen“. Aber wie heißt es so schön? „Morgen, morgen, nur nicht heute.“ Die Eat the Frog Methode ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Friss dich durchs Leben

Das Beste ist, dass die Friss den Frosch Methode auf alle Bereiche des Lebens anwendbar ist. Aufgaben für die Schule, Universität oder den Beruf? Haushalt, Steuererklärung oder andere störende Aufgaben? Sport, Ernährung und ein gesunder Lebensstil? In jeder diese Kategorien gibt es Aufgaben, die wir gerne erledigen und solche, die wir am liebsten vergessen. Kritisch wird es allerdings genau dann, wenn sogar lieb gewonnene Aufgaben in das Hintere unserer Aufmerksamkeitsspanne verbannt werden, nur weil belastende Aufgaben an unseren Kräften zerren. Aber was klaut uns tatsächlich mehr Energie? Das Erledigen der Aufgabe oder das sich Drücken vor der Aufgabe?

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