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Meinung

21/90-Tages-Regel – Der Selbsttest

von Faina
To-Do Liste für 21/90-Tages-Regel

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Gewohnheiten nachhaltig ändern mit Zeitmanagement Methoden

Zeitmanagement Methoden, Selbstoptimierung und Gewohnheiten ändern waren über die letzten Monate Themen, die in meinem Hinterkopf permanent präsent waren. Früher dachte ich, ich wäre faul. Mittlerweile habe ich begriffen, dass ich einfach kein Gefühl für Zeit habe. Sei es das morgendliche Duschen, das sich wie fünf Minuten anfühlt, aber eigentlich 15 Minuten dauert oder jede andere Aktivität, die ich mit „nur ganz kurz“ betitele. Irgendwann stand ich unter dem permanenten Druck nicht genügend Zeit zu haben, dabei habe ich meine Zeit einfach falsch genutzt.

Auf die 21/90-Tages-Regel stieß ich bereits vor einigen Jahren als ich eine zehnwöchige Diät mit fünfmal Sport die Woche durchlebte. Damals konnte ich die Theorie anhand meiner sportlichen Erfahrungen selbst bestätigen, dachte allerdings nicht daran sie auf andere Teilbereiche meines Lebens auszuweiten.

„It takes 21 days to create a habit and 90 days to create a lifestyle.“

Drei schwere Wochen für ein leichtes Leben

Die 21/90-Tages-Regel soll dabei helfen Gewohnheiten zu ändern. Das funktioniert auf der Basis dessen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, das vor allem Routinen braucht. Routinen, die uns laut Prinzip der 21/90-Rule, irgendwann unterbewusst steuern und letztendlich zu besseren Menschen machen sollen. Wiederholen wir eine Handlung innerhalb von 21 Tagen (im besten Fall 21 Mal), dann wird aus dieser Handlung eine Gewohnheit. Nach etwa drei Wochen sind wir so geübt und routiniert, sodass die Aufgabe keine Anstrengung mehr auslösen sollte. Vorgenommene Ziele gehen dann leichter von der Hand, wie Sport, gesunde Ernährung oder ein anderes persönliches Ziel. Nach 90 Tagen verankern sich die neu erlangten Gewohnheiten noch tiefer in das Bewusstsein. Aus der Gewohnheit wird ein Lebensstil, der anschließend Teil der Persönlichkeit wird.

Schlechte Gewohnheiten ablegen

Unterm Strich bedeutet das, wenn du eine schlechte Gewohnheit ändern möchtest, dann streng dich 21 Tage lang an damit es leicht wird. Bei der 21/90-Tages-Regel geht es also darum sein eigenes Gehirn auszutricksen und Ziele zu erreichen indem wir bewusst sagen „Ich mache das jetzt“. Darin besteht auch die Ähnlichkeit zur Eat-the-Frog-Methode. Das Gehirn wird ausgetrickst, sodass wir keine Zeit und Möglichkeit haben nach Ausreden zu suchen. Im Falle des Sportes und der gesunden Ernährung funktioniert die 21/90-Tages-Regel besonders deswegen, weil der Körper sich an die Bewegung gewöhnt. Es wird dann nicht nur leichter, weil sich unsere Ausdauer verbessert oder wir uns an die Gewichte gewöhnen. Irgendwann kennt der Körper den positiven Einfluss von Sport und reagiert, sobald er ihn nicht bekommt. Irgendwann benötigen Körper und Geist die sportliche Betätigung als Ausgleich.

Lohnt sich die 21/90-Tages-Regel als Zeitmanagement Methode?

Weit gegriffen, könnte man die 21/90-Tages-Regel auch als kalten Entzug der schlechten Gewohnheiten sehen. Die Eat-the-Frog-Methode war ein guter Start in den Prozess der Selbstoptimierung, half mir allerdings nicht mit meinem nicht vorhandenen Zeitmanagement. Deswegen forderte ich mich im September Anfang des Monats selbst heraus und erstellte eine Liste mit Gewohnheiten, die ich schon seit langer Zeit ändern wollte. Gewohnheiten, die mich zuletzt Zeit und Nerven kosteten. Das waren Aufgaben wie das Geschirr direkt abzuwaschen beziehungsweise nicht bis zum nächsten Morgen stehen zu lassen. Ich nahm mir vor jeden Tag zehn Minuten aufzuräumen, damit sich das Chaos nicht anstauen konnte. Außerdem wollte ich lernen meine Arbeitszeit wertvoller zu gestalten. Dafür versuchte ich mit Weckern und eigenen Zeitvorgaben zu arbeiten, die meine Zeit für bestimmte Aufgaben eingrenzte und vorbestimmte.

Das Bedürfnis nach Routinen und Selbstoptimierung

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Ein besserer Mensch bin ich sicherlich nicht geworden und sehr viel organisierter bin ich leider auch nicht. Ich muss allerdings zugeben, dass ich hier und da geschummelt habe. An besonders stressigen Tagen bin ich automatisch in alte Gewohnheiten verfallen oder habe meine Vorsätze einfach schlichtweg vergessen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich eine Veränderung in den zu verbessernden Bereichen meines Lebens bemerke. Zumindest in der täglichen Pflege meines Haushaltes bin ich etwas konditionierter und erledige kleine Aufgaben automatisch sofort.

Zeitmanagement Methoden kombinieren

Für mich hat vor allem die 21/90-Tages-Regel in Kombination mit der Eat-the-Frog-Methode sehr gut funktioniert. Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass die Theorie funktioniert, allerdings in manchen Fällen etwas länger Zeit benötigt. Obwohl ich nicht jedes vorgenommene Ziel erreicht habe und ich gewiss noch weit von diesen Routinen entfernt bin, merke ich doch, dass mir die 21/90-Tages-Regel meine schlechten Gewohnheiten überhaupt bewusst gemacht hat. Und nur wer versteht, kann auch etwas ändern.

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