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Kultur

5 verrückte Silvestertraditionen aus der Welt

von Hannah
Chinesische Silvestertradition Laternen im Himmel

Bleigießverbot: Neue Ideen für Silvesterbräuche

Wir haben es alle schon mindestens einmal gemacht. Die wohl bekannteste deutsche Silvestertradition ist das Bleigießen. Das Bleigießen, ähnlich wie Kaffeesatzlesen, soll einem einen Blick in die Zukunft bescheren. Seit 2018 ist der Verkauf von bleihaltigen Rohlingen in der EU auf Grund seiner Toxität jedoch verboten. Es gibt nun zinnhaltige Alternativen, auf die ausgewichen werden können. Oder wir schauen uns einfach einmal um und lassen uns von anderen Kulturen und Ländern zu neuen Traditionen inspirieren.

1. Ecuador: „Los años viejos“ Verbrennung von Fotos oder Puppen, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Eine interessante Silvestertradition in Ecuador. Das schöne Land in Südamerika schließt mit dem vergangenen Jahr ab, in dem schlechte Erinnerungen schlichtweg verbrannt werden. Für manche sind es Fotoerinnerungen gescheiterter Beziehungen, manche geben sich richtig Mühe und basteln vogelscheuchenartige Figuren von Personen, die sie in diesem Jahr enttäuscht haben. Bekannte Größen können zur Verbrennung auch gekauft werden. 2017 war US-Präsident Donald Trump die populärste Figur. Aber auch Karikaturen lokaler Politiker, wie Ecuadors Präsident Lenín Moreno und Vize-Präsidentin Alejandra Vicuña, werden für $120 zum Verbrennen verkauft. Hier findet ihr einen kurzen Beitrag über die Herstellung und Beispiele.

Puppen für die Silvestertradition in Ecuador © El Universo

2. Philippinen: Reich ins neue Jahr mit Polkadots und runden Früchten.

Kreise und Punkte symbolisieren auf den Philippinen Reichtum und Glück. Man sagt, dass Bekleidung mit Kreisen bzw. Punkten und süße rundgeformte Früchte finanziellen Wohlstand anziehen. Außerdem glaubt man bei diesem Silvesterbrauch, dass die Taschen vollgepackt mit neuem Geld sein müssen. Das soll der finanzielle Grundstein für das kommende Jahr sein. Aus diesem Grund sieht und hört man auch Kinder mit einer Menge Kleingeld in den Taschen herumlaufen. Um das neue Jahr finanziell gut zu starten, sollten alle Schulden und Lasten vor Jahresende beglichen sein. Ein guter Ansatz!

Silvestertradition in den Philippinen © Pexels

3. Japan: Nimm dir Zeit für das erste Mal. Genieße den ersten Sonnenaufgang des Neuen Jahres.

Hatsuhinode ist das Willkommenheißen des neuen Jahres in Japan. Es geht bei diesem Silvesterbrauch darum, sich Zeit für alle ersten Male zunehmen. Gleich, ob es etwas ist, was du nie zuvor getan hast, oder ob es das erste ist, das du am Tag tust. Man soll sich wieder bewusst werden und diese ersten Male wertschätzen. Vor allem in unserer Zeit mit medialer Reizüberflutung heißt dies für mich, einfach mal stillhalten, präsent sein und entspannt zu genießen. Ein schöner, entschleunigender und romantischer Silvesterbrauch für überall.

4. Rumänien: Werde Kuhflüsterer

Ein alter, nicht mehr all zu weit verbreiteter Silvesterbrauch in Rumänien klingt ziemlich bizarr. Einige Bauern gehen dennoch dieser verrückten Silvestertradition weiterhin nach. Gelingt es dem Bauer mit seiner Kuh zu sprechen, so erhofft sich der Bauer ein Leben voller Glück.

Silvestertradition in Rumänien mit den Kühen sprechen © Pixabay

5. Schweiz: Schmeiß das Eis zu Boden

Unsere lieben Nachbarn. So nah und doch so wenig weiß man über die Tugenden und Sitten des kleines Landes in den Alpen. In der Schweiz ist es wohl ein Silvesterbrauch einen Klacks Speiseeis auf den Boden zu werfen. Das soll Glück und Reichtum für das kommende Jahr bescheren. Na viel Spaß beim Saubermachen.

Silvestertradition in der Schweiz © Pixabay

Guten Rutsch!

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