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Interviews

Bits & ‚Pieces‘ aus seinem Leben verrät uns Sänger Declan J Donovan im Interview

von Hannah
Bandfoto von Declan J Donovan

Deutschlands neuer Ohrwurm ‚Pieces‘ von Declan J Donovan

In Zeiten der Selbstpublikation über eine Vielzahl von Social Media Kanälen, ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Vor allem, wenn es um Musik geht. Doch Qualität setzt sich durch. Der englische Sänger Declan J Donovan aus Essex ist das perfekte Beispiel dafür. Aufmerksamkeit erregte er vor einigen Jahren mit seinem selbstkomponierten Lied ‚Fallen so Young‚ für die Hochzeit seines Bruders. Überraschend ist das nicht, denn Declan’s Stimme geht unter die Haut. Mit seinem aktuellen Song ‚Pieces‚ schenkt uns Declan J Donovan einen Ohrwurm, den wir gar nicht mehr loswerden wollen. Besonders in Deutschland sind alle verrückt nach seiner Stimme. Grund genug, für ihn seine erste eigene Tour als Headliner in Köln zu starten.

Wir haben uns mit Declan J Donovan getroffen und sowohl interessante, als auch witzige ‚Pieces‚ aus seinem Leben erfahren. So viel sei verraten, ich bin ein noch größerer Fan, als vorher. Ein sympathischer junger Familienmensch, mit dem Herz am rechten Fleck und einer außergewöhnlichen Stimme. Trotz wachsendem Erfolg ist er auf dem Boden geblieben, ist nahbar und authentisch und schaut sich nach seinen Shows lieber Romantikkomödien an, als wilde Parties zu feiern. Die wahrscheinlich wichtigsten Zutaten für eine langfristig erfolgreiche Karriere als Künstler.

Overview: Du wurdest quasi über Nacht zum Star, nachdem du deinen Song selbst ins Internet gestellt hast. Heute, vier Jahre später, bist du Headliner deiner eigenen Tour. Wie fühlt sich das an?

Declan: Es ist der Wahnsinn. Wir haben unsere Tour in Köln begonnen und es ist unbeschreiblich. Die Tatsache, dass Menschen sich dafür entscheiden, ihre Zeit mit uns teilen zu wollen und uns auf der Bühne sehen wollen, ist unglaublich. Ich liebe es für Menschen zu spielen und möchte allen eine tolle Show bieten. Natürlich bin ich immer noch etwas aufgeregt und nervös, aber Angst auf die Bühne zu gehen habe ich nicht. Vor jeder Show machen wir ein kleines Gruppenkuscheln mit der Band. Das beruhigt und füllt uns mit Energie, um eine gute Show abzuliefern.

© Declan J Donovan

O: Du bist viel in Deutschland unterwegs. Hast du einen besonderen Bezug zu Deutschland? Was hat dich in Deutschland am meisten überrascht?

Declan: Ja, es ist irre. Mittlerweile ist Deutschland wie meine zweite Heimat. Ich bin sehr oft hier und die Fans hier sind fantastisch. Ich bin wirklich gerne hier. Was mir auf Dauer hier fehlen würde, wäre meine Familie. Besonders mein kleiner Neffe, mit dem verbringe ich die meiste Zeit, wenn ich zu Hause bin. Am meisten überrascht hat mich die Sauna hier in Deutschland. Es sind alle nackt! In England würde man dich sofort einsperren, wenn du nackt in eine Sauna gehen würdest. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Am Ende des Tages sind wir schließlich alle irgendwie gleich.

O: Besonders als Künstler gibt es weniger Sicherheit als in anderen Berufen, da er sehr unbeständig ist. Wenn es schlecht läuft, der Geschmack sich ändert, könnte es sofort vorbei sein. Wie schaffst du dir das Gefühl von Sicherheit zu wahren?

Declan: Meine musikalische Reise ging direkt nach der Schule los und seit dem arbeite ich viel und hart. Ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus, weil ich mir bewusst bin, dass es alles auch schnell wieder vorbei sein könnte. Aber ich liebe was ich tue sehr und Musik ist allgegenwärtig, darum fühlt es sich auch gar nicht nach Arbeit an. Im schlimmsten Falle würde ich mich anderweitig weiterbilden, aber das ist eigentlich auch keine Option. Ich habe Respekt vor allem, was kommt und werde weiterhin daran arbeiten, dass Musik mein Beruf bleibt. Lieder schreiben, Gitarre spielen, singen und mit der Band unterwegs sein so lange es geht.

© Declan J Donovan

O: Deine Lieder sind sehr emotional. Was ist es für ein Gefühl sich der Welt so zu öffnen und Privates mit Fremden zu teilen?

Declan: Wenn ich die Texte anfange zu schreiben, fühle ich mich schon sehr verletzbar. Doch je mehr man an dem Text arbeitet und zu einem Lied macht, desto angenehmer wird es. Vielleicht weil man sich dadurch etwas mehr distanziert oder verarbeitet?

O: Wie gehst du mit unangenehmer Kritik/ Hasskommentaren um? Sei es auf persönlicher oder künstlerischer Ebene.

Declan: Tatsächlich gibt es gar nicht so viel Negatives. Instagram ist eigentlich ein sehr positives Netzwerk. Facebook ist da schon etwas anders, hier lassen sich die Leute gerne mal aus. Ich musste schon öfter über ‚Kritiken‘ auf Facebook schmunzeln. Sie sind aber eher amüsant. Ich kann mich davon gut distanzieren, weil ich einfach Spaß an Musik habe. Ich bin glücklich sagen zu können, dass Musik mein Beruf ist und ich das ausleben kann. Würde ich etwas tun, das mich nicht glücklich macht, wäre ich auf solche Reaktionen womöglich anfälliger.

Get an overview w/ Declan J Donovan

Wie lautet dein Lieblingswitz?

How do you call a man without a chin? – Toe-Knee (Tony)

Mit wem würdest du gerne in einem Aufzug stecken bleiben?

Mit niemandem. Ich hätte die schlimmste Panikattacke und bin dann wahrscheinlich eher kein guter Unterhaltungspartner.

Wie entspannst du dich?

Ich schaue Romantikkomödien, jedoch nicht zu romantische. Sie sollten unterhaltsam sein. Ich liebe den Film Love Rosie und mein absoluter Favorit ist Notting Hill.

Welches Gemüse magst du gar nicht?

Karotten! Die sind mir zu süß. Wenn ich Gemüse essen möchte, soll es auch so schmecken.

Feiern oder Netflix?

Ich bin eigentlich total langweilig. Ich mag es nicht, verkatert zu sein. Am liebsten bin ich Abends vor dem Fernseher und bestelle mir was Leckeres aufs Zimmer.

Wer verdient einen Blumenstrauß?

Meine Mom. Sie ist toll und ich schenke ihr öfter etwas. Demnächst bekommt sie noch mal einen Strauß.

Ein letzter Appell ans Social Media?

Stoppt mit dem Hass. Seid nett zu einander. Und wenn man mal jemanden nicht mag, dann behaltet es doch einfach für euch.

© 2019 Overview Magazine

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