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Beauty

„Mit ihr purzeln die Pfunde“ Daniela Laubinger von der Natural Weight Loss verrät uns worauf es beim Abnehmen ankommt.

von Jen
Ein Bild von Daniela Laubinger, der Gründerin der Natural Weight Loss Company. Mit ihrem Programm kann man viel abnehmen.

Beim Abnehmen „kommt es auf die richtige Dosis an“

Daniela Laubinger ist eine Macherin. Aus ihrem eigenen Verlangen kurz vor ihrer Hochzeit einige Pfunde zu verlieren, kreierte sie ein innovatives Ernährungskonzept. Die Natural Weight Loss Company wurde somit geründet. Die ehemalige Bundeswehr-Soldatin haben wir euch hier bereits persönlich vorgestellt. Jetzt möchten wir spezieller auf das Programm und die Wirkung ihres Ernährungskonzepts eingehen. 

Overview: Was genau ist die Weight Loss Company?

Daniela Laubinger: Das NWL Programm basiert auf drei Säulen. Einem kohlenhydratarmen und fettreduzierten Ernährungsplan, dessen Mengen individuell angepasst werden. Begleitende pflanzliche und mineralische Präparate. Und die dritte Säule sind mein Team und ich, wir unterstützen unsere Kunde, damit Sie erfolgreich die Kur absolvieren und ihr Wunschgewicht erreichen können. Mir ist es sehr wichtig, eine enge und persönliche Betreuung anbieten zu können. So kann ich für genügend Motivation sorgen damit dem Wunschgewicht nichts im Wege steht. 

Im Prinzip gestaltet sich das Programm so, dass ein ausführliches Anamnesegespräch die Grundlage für den weiteren Prozess legt. Hier möchte ich meine Patienten kennenlernen und schauen, was die Ursachen oder Schwierigkeiten sind. Wir sprechen über die Ernährungsgewohnheiten und analysieren diese. Anschließend passen wir den Ernährungsplan individuell an. Das Programm startet dann mit einem Schlemmertag, auf den eine Abnehmphase und anschließend eine Aufbauphase folgt. 

Overview: Neben des Natural Weight Loss Programms bietest du auch Infusionen an – Wie kam das?

Daniela Laubinger: Ich interessiere mich für das, was in der Welt passiert. Das mit den Infusionen habe ich schon vor längerer Zeit in den Staaten gesehen. Letztes Jahr bin ich nach New York geflogen und war in drei verschiedenen Drip Bars, um zu schauen, was sie dort wie anbieten. Bereits vorher hatte ich mir ein Konzept geschrieben und wurde durch meine Reise darin bestätigt, diese umzusetzen. Viele sind berufstätig und haben viel Stress auf der Arbeit. Durch Infusionen kann man direkt in die Vene optimal Vitamine, Mineralien und Aminosäuren bringen, um Defizite zu kompensieren und zu unterstützen.

Overview: Neben der Ernährungsberatung zum Abnehmen bietest du auch auch Ernährungsberatung bei einem Kinderwunsch an?

Daniela Laubinger: Ja genau. Wir bieten auch Ernährungsberatung bei einem Kinderwunsch oder auch bei PCO, dem polyzystischen Ovarial-Syndrom, an. Das bedeutet, dass man Zysten an den Eierstöcken hat und diese sich auf den Kinderwunsch auswirken können. Das geht aber auch häufig mit Übergewicht, Hormonschwankungen und einer Vorstufe von Diabetes, einer Insulin-Resistenz, einher.

Overview: Bietet ihr die Ernährungsberatung bei Kinderwunsch nur für Frauen oder auch für Männer an? 

Daniela Laubinger: Meistens geht das Hand in Hand. Die Ernährung zielt primär auf die Gewichtsreduzierung ab. Wenn jemand über 100 Kilo wiegt und schwanger werden möchte, ist es meist so, dass der Partner ebenfalls mitmacht. Allerdings sagen wir nicht, dass eine Schwangerschaft garantiert wird. 

Ich arbeiten eng mit Gynäkologen zusammen. Es wäre natürlich toll, wenn man sagen könnte, dass man schwanger wird, nur weil man die Ernährung umstellt. Wenn eine Frau schon lange versucht schwanger zu werden, und ihre Ernährung verändert und Gewicht reduziert, hat das natürlich auch Auswirkungen auf ihren Hormonhaushalt und Blutzuckerwerte. Und genau das kann auch eine künstliche Befruchtung begünstigen. 

Overview: Wie viel Einfluss hat unser Darm auf die Prozesse in unserem Körper?

Daniela Laubinger: Es gab mal eine Werbung, in der gesagt wurde, der Darm wäre der Sitz der Gesundheit. Es gibt mittlerweile diverse Studien, die genau das bestätigen. Die Universität Heidelberg forscht hier sehr intensiv an den Auswirkungen eines ungesunden Darms auf den gesamten Körper. Wir fragen beispielsweise jedem Anamnesegespräch nach den Krankheitstagen unsere Patienten. Ist ein Patient beispielsweise mehr als 30 Tage krank im Jahr, ist das natürlich extrem. Ist es eine Mutter mit einem kleinen Kindern im Kindergarten, ist es natürlich nochmal eine andere Geschichte. Trift dies allerdings nicht zu, lassen wir den Patienten eine Stuhlprobe an ein Labor schicken, mit dem wir zusammenarbeiten. So können wir an den Ergebnissen ablesen, in welchen Zustand die Darmflora ist. Es gibt sogar Bakterien, die dir signalisieren, dass du Zucker brauchst, weil sie selbst Zucker brauchen, um sich zu vermehren. Hier kann es hilfreich sein eine Darmkur zu machen, um die guten Bakterien zu schützen und die schlechten zu minimierten.

Overview: Was ist deine schönste Patientengeschichte?

Daniela Laubinger: Ein Ehepaar kam von einer Kinderwunschklinik und beide hatten etwa 30 Kilo Übergewicht. Sie brachen in Tränen aus, weil sie sich so sehr ein Kind wünschten. Die Frau kam aus einer Familie mit vier Mädchen und alle waren fruchtbar, nur bei ihr klappte es eben nicht. Alle fragten permanent, warum sie nicht schwanger wird. Die beiden waren mir sehr sympathisch, also nahm ich die Sache in die Hand. Die Schwangerschaft musste erstmal beiseite geschoben werden und wir fokussierten uns nur auf die Beiden. Beide haben innerhalb von vier Monaten 30 Kilo abgenommen, sie waren so diszipliniert. Sie haben danach eine Kinderwunsch-Behandlung begonnen und im zweiten Anlauf hat es geklappt. Sie haben einen sehr süßen Sohn. Solche Gesichten sind einfach die schönsten und bestärken mich in meiner Arbeit. 

Overview: Kommen zu dir tendenziell eher Frauen oder Männer?

Daniela Laubinger: Ich würde sagen zu 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer. Männer kommen meist nach Schlüsselerlebnissen. Beispielsweise wenn ihnen der Arzt sagt, dass sie durch ihr Verhalten kurz vor einem Herzinfarkt stehen. Bei Frauen sind häufige Gründe ihr Lifestyle oder das Umfeld, beispielsweise wenn sie sich einfach nicht mehr wohlfühlen in ihrem Körper.

Overview: Was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir nach einer Diät wieder anfangen normal zu essen?

Daniela Laubinger: Nach der Abnahmephase gehen unsere Kunden in den Aufbau und führen sukzessive erst Fette und dann Kohlenhydrate zu. So kann sich der Körper nach und nach wieder daran gewöhnen. Wenn man den Aufbau richtig macht, hat man hinterher keine Zunahme. Und genau deswegen ist die Aufbauphase so wichtig.

Overview: Was sagst du zum BMI (Body-Mass-Index)?

Daniela Laubinger: DerBMI allein ist heutzutage nicht mehr aussagekräftig. Ein Mann mit einem großem Bauch und ganz dünnen Beinen, kann einen tollen BMI-Wert haben, weil er 1,98 m ist und mit 110 Kilo grad noch im Normbereich ist. Was ich gut finde, ist die Kombination aus BMI und WHR (Waist-to-Hip-Ratio/ Taille-Hüft-Verhältnis). Hier können wir die Fettverteilung betrachten. Ist das Fett symmetrisch verteilt oder hat man eine relativ schmale Hüfte und eine gewaltige Taille? Dann kann es sein, dass man viel Eingeweidefett hat, das Viszeralfett, was schlecht ist für den Organismus und Ursache für koronare Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck sein kann.

Overview: Bei der Natural Weight Loss Kur verzichtet man ja viel auf Kohlenhydrate. Ist das überhaupt gut?

Daniela Laubinger: Es sind immer noch genügend Kohlenhydrate in anderen Lebensmitteln enthalten, weil beispielsweise in dem Knäckebrot oder Eiweissbrot zum Frühstück. Im Obst sind Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker, sowie im Gemüse. Karotten sind ein toller Lieferant für Kohlenhydrate. Deswegen bekommt man immer noch genügend.

Overview: Stimmt es, dass es eine Veranlagung geben kann zu Übergewicht?

Daniela Laubinger: Damit habe ich mich mal intensiv beschäftigt zusammen mit einer Gynäkologin zum Thema pränatale Ernährung. Es gibt wissenschaftliche Theorien,, die besagen, Partner müssten sich zehn Jahre seit dem Kennenlernen gesund ernähren, damit das Erbmaterial genetisch einwandfrei ist und keine Prädispositionen in der Ernährung beim Kind entstehen. Es gibt noch zu wenig Literatur dazu. Und es gibt zwei Ansätze, einerseits, dass es eine genetische Prädisposition gibt, zum Beispiel, wenn die Mutter Diabetes hat, dass auch das Kind irgendwann Diabetes bekommen kann. Das sollte aber immer mit einem Fragezeichen reflektiert werden. Selbst wenn die Eltern übergewichtig sind und  sogar Diabetes haben, das Kind aber auf seine Ernährung achtet und sich viel bewegt, muss es nicht zu Übergewicht und Zuckerkrankheit kommen.  Das eine ist das Vorleben und das andere die Veranlagung.

Overview: Hast du einen Tipp für Menschen, die das Gefühl haben, verzichten zu müssen?

Daniela Laubinger: Wichtig ist zu visualisieren, was einem selbst wichtig ist. Brauche ich zum Überleben die Pizza, die Schokolade und den Milchkaffee? Wenn man einmal festhält, dass man auf den Kaffee gar nicht verzichten muss und die Pizza auch eine Low Carb Pizza sein kann, ist es ein erster Schritt und am ist es am Ende eine Frage der Bilanz. Wichtig ist: Bewege ich mich und unterstütze damit meinen Stoffwechsel auch nach der Kur? Über den Sport kann man dafür sorgen, dass man einen erhöhten Grund- und Leistungsumsatz beibehält. Dadurch kann man auch einmal die Woche Pizza essen, aber dann eben nicht fünfmal die Woche. Wir sprechen immer am Ende der Kur darüber zu sprechen, was der ideale persönliche Weg ist, um das Gewicht zu halten.

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